Propiozeptives Training

  • wirkt auf die tiefliegenden Nervenrezeptoren (Propiozeptoren)
  • verbessert die Koordination
  • erhöht die motorische Leistungsfähigkeit
  • ermöglicht eine bessere Körperwahrnehmung
  • reguliert den Muskeltonus
  • neuromotorische Regulierung

Propriozeptoren sind Rezeptoren, die für die Eigenwahrnehmung des Pferdes zuständig sind. Sie liefern dem Rückenmark ständig Informationen über die Lage des Körpers im Raum, die Kopfstellung, die Gelenkstellung, sowie den Spannungszustand von Muskeln und Sehnen und haben somit eine wichtige Schutzfunktion für den gesamten Körper und die einzelnen Gelenke.

 

Diese Rezeptoren befinden sich tief in den Bändern, Sehnen, Muskeln und Gelenkkapseln.

Die Sensibilität dieser Rezeptoren kann z.B. durch ein Trauma oder Verletzungen gestört werden. Ist das der Fall, verändert sich durch Schmerz und Schonhaltung die Eigenwahrnehmung des Pferdes. Dies führt zu Veränderungen in der Körperhaltung und somit auch in der gesamten Muskulatur weil  das Pferd versucht dem Schmerz auszuweichen und ihn durch Kompension anderer Muskeln zu verringern.

Erfolgt keine therapeutische Maßnahme, kann es passieren dass das Pferd nach der Rehabilitation seiner Verletzung seine normale Körperhaltung nicht wieder herstellt, denn es hat eine neue Selbstwahrnehmung erlernt.

Teil des Propriozeptiven Trainings ist eine verbesserte Wahrnehmungsbereitschaft der Rezeptoren, Gelenkstabilisierung durch rechtzeitige Muskelkontraktion und eine schnellere Rekonvaleszenz. Die Rezeptoren werden mittels spezieller Übungen trainiert, wodurch sich Gleichgewicht und Koordination verbessern. Diese Übungen sind einerseits sehr gut, um das Pferd wieder an normale und adäquate Bewegungsabläufe heranzuführen, andererseits eignen sie sich auch zur Prävention vor Verletzungen z.B. durch Verbesserung der Gelenkstabilität. Außerdem kann dem Pferd damit aus einer evtl. entstandenen Schonhaltung geholfen werden, da diese normalerweise mit einer Bewegungseinschränkung einhergeht und zu Folgeschäden führen kann.

Wichtig für junge Pferde

Propiozeptives Training geschieht in der Natur ganz automatisch und beginnt bei Fohlen ab dem ersten Tag. Es beginnt mit der Eigenwahrnehmung indem es seinen eigenen Körper kennen und bewegen lernt. Da Pferde ihre Hinterbeine nur sehen können wenn sie sich nach hinten drehen, geschieht die Wahrnehmung der Hinterhand verspätet. Durch streicheln des Fohlens am ganzen Körper, lernt es schneller sich selbst wahrzunehmen. Man sollte dies allerdings nicht übertreiben sondern nur im täglichen Umgang mit einbauen.

Je früher und je mehr das junge Pferd lernt auf unterschiedlichen Böden zu laufen (Gras, Stein, Schotter, Wasser, Sand, etc.) umso besser entwickeln sich die Nervenrezeptoren, die Gelenke werden stabiler und das Pferd sehr trittsicher. Ein junges Pferd nur auf die Wiese zu stellen ist nicht förderlich für seine Entwicklung und der spätere Einsatz als Reitpferd wird schwieriger weil die Trittsicherheit, Balance und die eigene Körperwahrnehmung teilweise fehlen.

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